Dates


MO – 02.07. – 18:00
Auf die Lesbische* Sichtbarkeit!

Dieser Tag, dieser Abend ist ein ganz besonderer – mit der erstmaligen Verleihung des Berliner Preises für Lesbische* Sichtbarkeit! Nach der Preisverleihung im nahegelegenden SchwuZ sind alle herzlich ins Ludwig eingeladen, um mit Organisation*Innen, der Jury und Nominierten anzustoßen!
Am 02.07. ist Ludwig deshalb außerplanmäßig ab 18 Uhr und bietet so auch für alle, die es nicht ins SchwuZ geschafft haben, die Gelegenheit, diesen Tag gebührend zu feiern: Auf die Lesbische* Sichtbarkeit!


MI – 04.07. – 20:00
Lettre à un amoureux

Lecture de la “Lettre à un amoureux” de et par Louise Markise.
Louise écrit, parfois, quand cela s’impose. Quand la vie fait des siennes. Louise a fait du théâtre. Et, c’est tout nouveau, mais Louise déambule désormais à voix haute dans sa propre écriture. Elle vous présentera un ensemble de textes “Lettre à un amoureux”, fil tendu entre le printemps des sentiments et la cascade du désamour. Invitation à une lecture à petits pas et roulades poétiques.
Louise a un blog depuis 13 ans, dont elle a extrait 40 textes autobiographiques qui ont traversés une relation amoureuse. Avant l’amour, pendant l’amour, et puis surtout, après: qu’il y a-t-il après une relation ? Certains textes ne seront longs que deux phrases, d’autres d’une demi-page. Cela durera pile poile une heure.
Lesung in Originalsprache, keine Untertitel, keine Übersetzung.


DO – 05.07. – 20:00
Ludwig l‘Amour – Patsys Salon:
Hexen, Monde, Feminismus II

Ludwig l‘Amour – Patsys Salon: Hexen, Monde, Feminismus?! Teil II mit Felix Riedel
Nachdem im Schwules Museum das Jahr der Frau zum Jahr der esoterischen Frau gemacht wurde, Nonnen als feministische Lehrerinnen präsentiert wurden und das Missy Magazine Hexenmystik zur widerständigen Praxis erkor, widmete sich der Salon Ludwig l‘Amour bereits im Mai mit den Wahnwitz des Esoteriktrends unter Queers und Feminist_innen.
Auch im Juni lädt die besonders schönschwebende Salondame Patsy l’Amour laLove einen Experten zum Thema Hexerei um die aufgeworfenen Fragen rund um Mondkalender und Widerstandspraxen weiterzudiskutieren: Felix Riedel!
Der Ethnologie Felix Riedel stellt seinen Vortrag „Von realen Hexenjagdopfern und Möchtegernhexen“ zur Diskussion:
Die Frauen, die in Nordghana der Hexerei beschuldigt, gefoltert und vertrieben wurden, werden vom Sensationsjournalismus im Schema der falschen Projektion präsentiert: Sie seien aufrührerische Feministinnen oder Heilkundige. Eine Gruppe schwedischer feministischer Hobbyhexen will ihnen sogar Spenden schicken, aber nur unter der Bedingung, dass sie sich sämtlich als echte Hexen bekennen. Die Realität der Opfer ist trivialer: Sie sind zufällig ausgewählt von spontanen religiösen Ideen, jenem „Seufzer der bedrängten Kreatur“ (Marx), der andere unter Schmerzen seufzen und schreien lassen muss um den Zweifel zu vergessen.
Wo nach der Aufklärung Religion unkritisiert weiterseufzen (lassen) möchte, will auch der „sekundäre Aberglaube“ (Adorno) sein gutes Recht. Die Angestelltengesellschaft bringt den Wunsch nach Adel und Rasse ebenso hervor wie den nach Horoskopen und spirituellen Kräften. Charakteristisch ist, dass es stets um Eigeninteresse geht. Das gilt auch für die „weibliche Spiritualität“.
Gerät der feministische Anspruch mit dem bürgerlichen Egoismus in Konflikt, siegt letzterer. Anstatt mit realen Hexenjagdopfern, streikenden Krankenpflegerinnen, der indischen Gulabi-Gang oder iranischen Hijab-Verweigerinnen praktischen Widerstand gegen das realexistierende Patriarchat zu leisten, wird Tarot gelegt, Sterne gelesen, gependelt, wohlgefühlt. Die Logik ist simpel: Alle diskriminierten Frauen sind Hexen, daher reicht es, sich zur Hexe zu erklären, um Widerstand gegen „patriarchale Religion“ zu leisten. Diese Renitenz aber ist vorgetäuscht: die ökumenischen neuen „Hexen“ lassen Mohammed seinen Erzengel channeln und Jesus übers Wasser laufen. Der wahre Gegner ist das Realitätsprinzip, Grundbedingung für erfolgreiche Emanzipation. Mit der internationalen Bürgerrechtsbewegung homo-, inter- und transsexueller Menschen hat diese Aufwertung der intellektuellen Entmündigung zum „queeren“ Dissens mit „herrschenden patriarchalen Wahrheitsdiskursen“ ebenso wenig zu tun wie mit den realen Opfern von Hexenjagden.
Felix Riedel ist promovierter Ethnologe und hat über 160 Hexenjagdopfer in Ghana interviewt. Er ist Mitgründer des Vereins „Hilfe für Hexenjagdflüchtlinge“, betreibt das ideologiekritische Blog „Nichtidentisches“ und ist freiberuflich in der politischen Bildung tätig.
Nach Vortrag und Diskussion können wir uns noch einige Weißweinschorle in der After-Lounge im wunderschönen Ludwig channeln! Die galante ausgehDörte aka Jan lässt sich tief in ihre mystische Schatulle blicken – und auch Maurus pendelt bereits vor unbändigem Frohlocken!

 

Your Name (required)

Your Email (required)

Subject

Your Message